Nur gemeinsam sind wir stark
Die letzten 2 Tage war ich bei der Anti-Doping Tagung in Frankfurt. Deshalb möchte ich heute mal ein paar Gedanken über diese Tagung äußern.
Die 2 Tage fanden in den gut ausgestatteten Räumlichkeiten des LSB Hessen statt und waren voll mit Informationen. Auch wenn es nicht unbedingt Alles neu für mich war, war es eine rundum gelungene Veranstaltung. Dozenten aus Medizin (z.B. Dr. Schwarz-Mannschaftsarzt der Deutschen Triathlonnationalmannschaft und "Arzt des Jahres") und von Nada gaben uns zahlreiche Informationen und Info-Material. Die Themen waren u.a. Gesellschaft und Doping, Doping-Falle Hausapotheke, ADAMS Meldesystem der NADA bis hin zur Ausbildung zu Doping-Kontrolleuren.
Besonders interessant fand ich am Montag den praktischen Teil, wo wir gelernt haben, was eigentlich Alles dazu gehört, eine Doping-Kontrolle durchzuführen. Nun bin ich Doping Kontrolleur der DTU :-)
Ich finde es hervorragend, dass die Deutsche Triathlon Union die Initiative ergreift und versucht etwas zu tun und nicht nur zu reden. Diese Veranstaltung war ein "Prototyp", so gibt es sicherlich hier und da noch etwas zu verbessern. Aber allein die Tatsache, dass die DTU der einzige Dachverband des DOSB ist, die eine solche Veranstaltung durchführt, kann man nur begrüßen. Die Ziele der DTU sind ja, das Netz der Doping-Kontrolleuren zu vergrößern, um eine bessere Infrastruktur zu gewährleisten und die hohe Qualität der Kontrollen zu sichern.
Es ist ein Anfang und ein richtiger Schritt in die richtige Richtung.
Doping ist nicht (nur) ein Problem des Spitzensports oder Sports. In allen Ebenen der Gesellschaft gibt es dieses Problem. Der weit verbreitete Medikamentenmissbrauch ist Bestandteil des täglichen Lebens. Keiner hat Zeit, Alle wollen Viel erreichen, das Streben nach Vervollkommnung, Abnehmen ohne Anstrengung- da wirft man doch schnell lieber ein paar bunte Pillen ein und Milliarden gehen über den Ladentisch. Jeder ist mittlerweile einem gewissen Druck ausgesetzt, d.h. er kann manchmal nicht einmal was dafür, dass er zu den nicht immer legalen Mittel greift. Es ist also ein Problem der Gesellschaft und gehört genauso zu den schweren Gesellschaftskrankheiten wie das zunehmende Übergewicht (Jeder Dritte Bürger), die Inaktivität ("Sportmuffel"), das Rauchen und der Alkohol. Das Einzige was wir tun können ist unsere Mitmenschen beeinflussen und prägen. Im Sport ist natürlich im Kampf gegen Doping die Informationsweiterleitung an junge Sportler die Grundlage. Dazu sollten wir den jungen Sportlern (und nicht nur denen) immer einen starken Rückhalt geben und sie mental stärken. Denn nur wer mental stark ist, kann auch "Nein" sagen. "Stark macht gegen den Strom zu schwimmen"


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