Mein Finish beim Ironman.....
Die Premiere des Ironman Regensburg sollte einer der schönsten Wettkämpfe werden, die es gibt. Die Organisation, die Strecke, die Zuschauer, die Atmosphäre-das war Alles wahnsinn und nicht zu toppen. Noch nie habe ich so viel Anfeuerungsrufe und meinen Namen schreien hören, das war saugeil! Trotz Großevent hat man eine gewisse Familienatmoshäre gespürt.
Nur meine Leistung und der Rennverlauf waren für mich eher enttäuschend. Das Schwimmen im Guggenberger See war für mich eine einzige Prügelei. Eigentlich war ich vom Start gut weggekommen, doch kurze Zeit später befand ich mich in einer großen Masse, es ging nichts nach recht, nach links und geradeaus. Ich konnte mich nicht davon befreien und begab mich von einer Prügelei zur Nächsten. Leider verlor ich bei einem Schlag auch noch meine Pulsuhr :-( So entstieg ich nach 1:01h das Wasser. Den Radpart wollte ich eher geduldig und defensiv angehen, was mir auch ganz gut gelang. Ich bin die ersten 90km zügig gefahren, wenn auch nicht Vollgas. Mit Beginn der 2. Runde wollte ich das Tempo forcieren. Ich überholte gut 30 Athleten. Doch dann geschah etwas Folgenschweres. Bei etwa Kilometer 120 verspürte ich ein starken stechenden Schmerz im Rücken. Es waren aber keine normalen Rückenschmerzen von der Zeitfahrposition, dieser Schmerz strahlte bis ins Bein aus und ging auch nicht weg. Ich konnte von da an nur noch im Stehen fahren, um den Schmerz etwas zu lindern. Ich dachte echt ans aufgeben. Doch es kam für mich nicht in Frage. So viele Sportler wollen einmal einen Ironman finishen. Als Triathlet darf man nie aufgeben. Also versuchte ich mich zu quälen und irgendwie zu finishen, das Erreichen der persönlichen Bestzeit musste ich aber vergessen. Mit etwa 6km/h Differenz zur möglichen Fahrgeschwindigkeit "gurkte" ich zu T2. Das Laufen war von vornherein eine Ungewissheit, da ich in diesem Jahr nie länger als 20km laufen konnte. Mit reiner Kopfleistung meisterte ich den Marathon, auch wenn ich in der 4. Runde zum Fußgänger wurde. Natürlich lässt sich im Nachhinein schwer sagen, was möglich gewesen wäre ohne die bekannten Umstände. Aber eine sehr gute Zeit wäre evtl. drin gewesen.
Jetzt heißt es erstmal erholen. Noch dazu wurde heute beim Arzt Borreliose im 1. Stadium festgestellt, was bedeuted, dass ich auch erstmal eine Antibiotika Kur machen muss.

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